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Die öffentliche Verwaltung Brandenburgs mitten im Anpassungsprozess

2010-06-23 12:15

1. Forum eVerwaltung Brandenburg - Lösungen, Standards und Wege zur elektronischen Verwal-tung in Brandenburg

Teilnehmer 1. Forum eVerwaltung Brandenburg

Am 22. Juni trafen sich in der ILB auf Einladung des  Netzwerkes eVerwaltung.net  Vertreter aus der Kommunal- und Landesverwaltung sowie aus der Wirtschaft,  um sich über den Stand der Verwaltungsmodernisierung  in Brandenburg zu informieren.

Nach Cornelius Everding, verantwortlicher Chief Process Innovation Officer (CPIO) im  Ministerium des Innern, befindet sich die öffentliche Verwaltung in Brandenburg mitten im Anpassungsprozess, den es intelligent zu steuern gilt. So sollen bei der Digitalisierung der Verwaltungsprozesse heterogene IT-Landschaften möglichst  vermieden werden. Das Land wird hierzu den Kommunen ein „Baukastensystem“ für eine einheitliche und standardisierte IT-Infrastruktur zur Verfügung stellen. Unterstützung finden die Kommunen auch bei dem in der ZIT-BB neu eingerichteten Kommunalen Anwendungszentrum (KAZ). Mit  dem service.brandenburg.de, so die einhellige Meinung,  wurde 2009 in Brandenburg ein leistungsstarkes Dienstleistungsportal der Landesverwaltung eingerichtet.  Über Stand und Ausbau berichtete Dr. Reinhard Verch,  vom Kommunalen Anwendungszentrum Brandenburg.

Besonders unter Berücksichtigung immer knapper werdender Haushaltsmittel werden neue eVerwaltungs-Projekte nur dann die erforderliche Akzeptanz bei den Bürgern und Bürgerinnen und in der Verwaltung finden,  wenn sie nachweislich Nutzen stiften und Kosten senken. Der Weg dazu führt  nach Ansicht von Helmut Semmet,  Referatsleiter für eGovernment-Projekte im Ministerium des Innern des Landes Brandenburg,  über  Kooperationen zwischen den Kommunen,  zwischen Land und Kommunen und  mit IT-Dienstleistern. Auch die weiteren Referenten aus Verwaltung und Wirtschaft betonten die Notwendigkeit der  Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und IT-Wirtschaft, um zu den besten Lösungen zu kommen.   „Jeder soll das machen, was er am besten kann“ fasste der  Sprecher  von eVerwaltung.net, Dr. Andreas Giesenhagen, die Diskussion zusammen.

Die Diskussion und Abstimmung soll im Herbst beim nächsten Forum eVerwaltung in Brandenburg fortgesetzt werden.

Zum Nachlesen:

Programm

Beiträge der Referenten:

E-Government im Spannungsfeld zwischen verantwortungsvoller IT-Steuerung und regionaler sowie lokaler Flexibilität, Cornelius Everding (CPIO), Ministerium des Innern des Landes Brandenburg

Quo Vadis E-Government? - Modernisierung unter veränderten Rahmenbedingungen,  Helmut Semmet,  Ministerium des Innern des Landes Brandenburg

Architektur und  Stand der Umsetzung von „service brandenburg.de“  - Infrastruktur für Onlinedienste der Landesverwaltung und der Kommunen, Dr. Reinhard Verch,  Kommunales Anwendungszentrum Brandenburg

Anforderungen an Infrastrukturen und Standards aus kommunaler Sicht, Wolfram Ebeling, TUIV-AG Brandenburg

Von der Information zur Transaktion - Beispiel Wohngeld in Potsdam, Hans-Joachim Karl, Computer Zentrum Strausberg GmbH

Bürokratieabbau durch prozessorientiertes Verwaltungshandeln - Prozessketten zwischen Unternehmen und Verwaltung, Michael Hüllen, Ministerium des Innern des Landes Brandenburg, Friederike Thessel, Institute for eGovernment (IfG.CC)

Sichere Identität als Kernkomponente von eVerwaltungs-Transaktionen, C. Vogelsberg, signhelp Deutschland GmbH

Rechtsverbindliche elektronische Kommunikation mit dem Amtsbriefkasten, Andreas Muchow, AM-SoFT GmbH IT-Systeme

Security-Technologien für Datenschutz und Datensicherheit in der Verwaltung, Gerd Lochter, TELCO TECH GmbH

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